WU-SAO Juniorunterricht
Assistentin Svenja

Wing Tzun Junior Assistentin SvenjaSvenja Worrach

Dörverden, Nov. 2008
WU-SAO Assistenten-Arbeit / Junior- und Kindertraining bei WU-SAO

 

 WU-SAO Juniorunterricht

1. Anwendungen

Das Wort „Anwendung“ bedeutet so viel wie verschiede Techniken in bestimmten Situationen.

Beispiel:

  1. Wenn Kinder sich gegen Gleichaltrige wehren müssen ist das durchaus leichter als gegen einen Erwachsenen. Dadurch gibt es auch spezielle Übungen gegen Erwachsene und Gleichaltrige. Bei den Erwachsenen sollten die Kinder zunächst einen schritt nach hinten machen, die Handflächen offen vor den Oberkörper nehmen und dabei „Lassen Sie mich“ rufen. Wenn der Angreifer zu weit weg steht treten sie mit dem hinteren Fuß, wenn er aber nah genug bei ihnen steht wird mit dem vorderem Fuß getreten. Beim treten ist es ganz wichtig laut „Nein“ zu schreien, um mehr Power zu bekommen.
  2. Bei Gleichaltrigen ist es dadurch leichter, weil sie nicht so viel Kraft haben wie ein Erwachsener. Werden die Kinder an den Schultern gepackt legen sie die eine Hand in die Armbeuge des Angreifers und die andere geht zum Kopf. Dabei wird der vordere Fuß um den des Angreifers gestellt. Nun zieht man die Armbeuge des Angreifers nach unten, geht mit der anderen Hand zum Kopf nimmt den Hacken hinter den Fuß des Angreifers hoch und setzt ihn ab. Das macht man dann alles gleichzeitig.

2. Koordinationsübungen

Koordinationsübungen heißt unter anderem seinen eigenen Körper kennen lernen.

Bei den Koordinationsübungen lernen die Kinder ihr Gleichgewicht zu halten, die Winkel genau zu beachten oder auf eine saubere Schrittarbeit zu achten. Sozusagen auf die ganzen Feinheiten. Dabei muss genau darauf geachtet werden, dass das Gewicht immer auf dem hinteren Bein ist oder mit welcher Hand man bei der Wendung als erstes schlägt.

3.Psyhologische Schulung

Bei der Psychologischen Schulung geht es darum, auch in brenzligen situationen einen kühlen Kopf zu bewahren

Wenn z.b. ein aufdringlicher Autofahrer anhält und nach dem Weg fragt oder sagt man sollte mit ins Auto steigen, ist es in erster Linie wichtig Ruhe zu bewahren. Im Training kann man das ganze als Rollenspiel üben. Der Trainer oder der Assistent setzt sich z.b. auf einen großen Gymnastikball, einen Stuhl oder auf eine Matte und nimmt dabei irgendetwas als Lenkrad in die Hand. Dann kommt jedes Kind mal dran. Man spricht sie an und sie müssen sich der Situation entsprechend verhalten. Mindestens zwei Meter Abstand zu dem Auto ist wichtig, und wenn man weggeht dann immer zur entgegengesetzten Seite (das hintere Teil des Autos)
Ansonsten kann der Autofahrer schneller aus dem Wagen kommen oder das Kind durch das Fenster ziehen. Es ist auch immer gut zu sagen das man nicht mit Fremden Leuten reden darf.

4. Fitness- Kräftigungs- Konditionstraining

Ich persönlich mache es immer so wenn noch nicht alle Kinder umgezogen sind mache ich schon mit denen die schon im Raum sind ein paar Aufwärmübungen. Dazu gehören Liegestütze, Arm- und Beindehnung, eine Brücke oder ein paar Runden schnelles gehen oder laufen. Es ist wichtig, weil Kinder sich auch mal richtig auspowern wollen. Allgemein im Sport gilt Aufwärmen als sehr wichtig, weil die Muskeln noch nicht ganz in Fahrt sind. Dadurch kann es passieren das man Seitenstiche o.ä. bekommt. Beim Pratzentraining sollte man erst langsam eine Übung nach der anderen machen. Man fängt mit einem geraden Tritt an, dann kommen Kettenfauststöße dazu, zunächst das Knie und ganz zum Schluss ein Seitentritt. Das ganze baut man Schritt für Schritt auf. Beim ersten Tritt darf das laute „Nein“ natürlich nicht fehlen.

5. Konzentration

Konzentration ist in jeder Sportart wichtig. Am besten macht man dazu Formtraining oder Schrittarbeit. Durch die Form, die in jeder Unterrichtstunde gemacht wird, wird Konzentration gefordert und dadurch kann man sich die einzelnen Schritte und die Reihenfolge besser merken. Bei der Schrittarbeit ist Konzentration genauso wichtig. In welche Richtung man gehen muss, welcher Fuß vorne ist oder welche Hand zuerst schlägt geht bei guter Konzentration viel leichter zu merken. Nur wer richtige und gute Konzentration zeigt ist schneller im Ziel. J Aus eigener Erfahrung weiß ich, wenn ein Kind mit einem Erwachsenen oder einer Person die nicht so albern ist wie man selber trainiert, ist die Konzentration wirklich da und man kann zeigen was man kann.

6. Verhalten

Das Verhalten entspricht dem, wie man sich seinem Trainer oder den anderen Kindern gegenüber verhält

Das Verhalten wird in China sehr groß geschrieben. Die Begrüßung und das Verabschieden ist ebenso wichtig wie das Benehmen im Unterricht. Wer die ganze Zeit stört oder sich den anderen Kindern respektlos gegenüber verhält, sollte mit einer Auszeit, Liegestütze o.ä beglückt werden. Im Training kann der Sifu oder der Assistent geduzt werden, nur im Notfall sollte der Angreifer mit „Sie“ angesprochen werden, damit Außenstehende wissen das es sich nicht um den Vater, Onkel oder Bekannten des Kindes handelt. Das kann man so üben:
Alle Kinder stellen sich in einer Reihe auf. Wenn der Trainer oder der Assistent einmal in die Hände klatscht gehen alle einen Schritt zurück nehmen die Hände vor den Körper und rufen laut „Lassen Sie mich“. Beim zweiten mal klatschten machen alle einen Tritt und rufen laut „Nein“.

7. Theorie

Bei er Theorie geht es um die Geschichte der Selbstverteidigung

Es ist wichtig, dass die Kinder über die Herkunft und die Geschichte der Selbstverteidigung Bescheid wissen. Im Training sollte das immer mal wieder abgefragt werden. Wing-Tzun wurde vor hunderten von Jahren von einer Frau erfunden. Das ganze stammt aus China. Grundbegriffe sollten auch mit angewendet werden, wie z.b die Form auf chinesisch heißt. Wenn man das alles immer mal wieder durchgeht bleibt es auch irgendwann hängen.

8. Spaß/Erfolgserlebnisse

Spaß beim Training ist sehr wichtig. Wer keinen Spaß oder Freude am Training hat, der verliert schnell die Lust oder macht nicht mehr richtig mit. Wenn man bei einer Prüfung seine Urkunde übereicht bekommt kann man sehr stolz auf sich sein. Das Training sollte abwechslungsreich gestaltet werden. Nicht immer nur Schrittarbeit sondern auch mal Bodenkampf sollten auf dem Programm stehen. Für die Kinder kostet es aber, besonders beim Bodenkampf, manchmal etwas Überwindung auch mal mit einem Partner zu trainieren den man vielleicht nicht so gerne mag.

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